Inhalt : > Einführung
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So sind Hamiltonstövare
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Steckbrief
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Charakter und Verhalten
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Arbeiten mit einem Hamiltonstövare
>
Ein Hamiltonstövare zieht ein:
Erwartungen
und Überlegungen vor dem Kauf
Fragekatalog
>
Gesundheit
>
Rassestandard nach den Richtlinien
des:
> Anschriften und Links
Es hat fast 13 Jahre
gedauert bis ich endlich eine Hamiltonstövare Hündin
mein Eigen nennen durfte. Heute ist Lisa 4 Jahre und gehört zu den ganz wenigen ihrer Rasse in Deutschland. Diese
schöne Rasse ist außerhalb Skandinaviens nahezu unbekannt. Da ich weder in
Belgien, Luxemburg, Niederlande, Frankreich noch in Deutschland eine Anschrift
finden konnte, stand der Entschluss irgendwann fest:
Du kannst nur im Ursprungsland
diesen Hund erwerben.
Es
gibt weder ausführliche Literatur noch Züchter in den eben aufgeführten
Ländern. Auch Recherchen im Internet sind nicht immer einfach, da die
Schreibweisen Teilweise sehr unterschiedlich und falsch sind. Im Steckbrief
gibt es unter ANDERE NAMEN eine kleine Liste, die Ihnen vielleicht die spätere Suche ein
wenig vereinfacht.
In Großbritannien, hat sich diese Rasse durch eigene Weiterzucht zu einem beliebten Gebrauchshund entwickelt. In Schweden ist es nach wie vor sehr schwierig einen Hund dieser Rasse zu kaufen. Ein wichtiger Grund ist, daß die meisten Hamiltonstövares von Jägern und Förstern gezüchtet, und gehalten werden und beim Verkauf eines Welpen die jagdliche Nutzung vorausgesetzt wird. Vielleicht hilft Ihnen ja der ein oder andere Tipp von mir oder eine Anschrift auf dieser Seite, um sich ein besseres Bild von dieser Rasse zu machen.
In Schweden zählen die Hamiltonstövare übrigens zu den 10 häufigsten Rassen. Zu den Jägern unter Ihnen noch ein zusätzlicher Hinweis: Hamiltonstövare jagen einzeln und nicht in der Meute und sind fähig Wild aufzuspüren, zu verfolgen und aus der Deckung zu scheuchen. Er gibt nach Laufhundart Laut, wenn er ein weidwundes Tier entdeckt hat.
Mehr
Infos hierzu finden Sie unter: Arbeiten mit einem Hamiltonstövare.
Mit
einem dichten Unterfell, das im Winter erheblich dicker wird, arbeitet der
Hamiltonstövare gern in den verschneiten skandinavischen Wäldern.
Ich
darf Sie nun einladen mich zu begleiten zu einer kleinen Biographie über eine
fazinierende Hunderasse. Aus der Inhaltsangabe konnten Sie schon lesen was Sie
so alles erwartet. Noch mehr Bilder finden Sie auf dieser Website unter Bild
Galerien /Allgemein/ Hamiltonstövare. Von dem bekannten Hundefotografen David
Dalton erhielten wir auch einige Bilder, die wir Ihnen erstmalig präsentieren
dürfen.
Ganz
besonderen Dank gilt meinen beiden Freundinnen Nel Adema aus Sneek (NL) und Irmgard
Teitz aus Halstenbek (D) deren Familien und natürlich Ihren beiden
Hamiltonstövares "Svear und Asta" .
Die
beiden haben mir mit Ihrer Erfahrung und den tollen Geschichten über Ihre Hunde
sehr geholfen, diese Biographie zu schreiben. Viele nützliche Hinweise gab es
auch vom Niederländischen Brakken-Club und dem Hamiltonstövare Club of Great
Britain.
Wenn
Sie selbst auch einen Hamiltonstövare besitzen dann melden Sie sich doch bitte.
Wir freuen uns über jeden neuen Kontakt.
Ihr
Hubertus
Busch
………….und
ein wenig Geschichte
Bis zum Jahre 1789 war die
Jagd mit Stövares dem Königshaus vorbehalten. Einige Zeit später bekam jedoch
der selbständige Bauernstand das Recht zu jagen und das hatte zur Folge, daß
die
Zahl der Treibhunde
kräftig stieg.
Etwa um 1886
züchtete Graf Adolf Patrick Hamilton den Schwedischen Stövare der Ihm zu Ehren
im Jahr 1921 seinen heutigen Namen erhielt.
Der Graf war der Gründer des schwedischen Kennel Clubs und gleichzeitig Fachmann für Jagdhunde. Sein Rüde Pang" und seine Hündin Stella" stammten aus einer Zucht, English Foxhound, Harrier, Beagle und deutschen Lauf und Schweißhunden.
Heute ist er
der beliebteste Jagdhund in Schweden. Seit 1968 wurden ein paar Hunde nach
England importiert, wo sie langsam Boden gewannen. Der Hamilton war immer Einzeljagdhund
für Hasen, Fuchs, ähnlich den Deutschen
Bracken . In den riesigen schwedischen Kiefernwäldern
begleitet er die Jagdgesellschaften, stöbert Wild auf und treibt es in Richtung
der Flinten und zeigt durch sein Geläut an, wo er arbeitet.
Er ist auch
in schneereichen Verhältnissen angepaßt, kräftig genug, auch größeres Wild
aufzuspüren. Wesensmäßig ist er freundlich und angenehm, paßt sehr gut ins
Familienleben. Seine Jagdleidenschaft ist jedoch stark, ebenso sein
Bewegungsdrang. Künftige Hundebesitzer müssen dies sehr wohl bedenken, er
braucht genügend Platz und ausgiebige Spaziergänge. Wir warnen davor, diese
Hunde - selbst wenn sie sehr gut erzogen sind - in wildreichen Gebieten von der
Leine zu lassen, zu leicht folgen sie ihrem Jagdinstinkt. Haben sie erst einmal
eine Spur aufgenommen, jagen sie über Stunden, ehe sie an ihren ursprünglichen
Ausgangspunkt zurückkehren. Einige Hamiltonstövare sind ausgeprägte „Kauhunde" mit kräftigem
Zerstörungstrieb. Nicht ohne Grund nennen die Schweden diese Hunde auch Dosenöffner.
Bietet man
ihnen aber genügend Gelegenheit für ihre körperlichen Aktivitäten, sind diese
Hunde verträglich, gutmütig und umgängliche Haushunde, die sich mit Menschen
wie anderen Hunden sehr gut vertragen.
In Schweden
ist der Hamiltonstövare populär genug, um Bestandteil der nationalen Folklore
zu sein. Nach der Sage soll eine kleine Elfe namens „Tomten" schwedischen „Häuslebauern" beim Errichten ihrer Häuser helfen. Sie wird
dabei immer von einem Hamilton namens „Karo" begleitet.
URSPRUNGSLAND: Schweden
GEWICHT: 23
- 27 KG
SCHULTERHÖHE: 46-60 cm
HAARKLEID: Kurz,
sehr dick, mit dichtem Unterfell im Winter
FARBEN: Dreifarbig,
goldene Lohfarbe mit schwarzem Mantel, weiße Abzeichen an Brust, Fang, Pfoten
und Rutenspitze; durchbrochene Halskrause jetzt gestattet. Keine Farbe sollte
überwiegen
ANDERE NAMEN: Hamilton Hound,
Hamiltonbracke, Hamilton Laufhund, Schwedischer Foxhound, Hamiltonstövare
TEMPERAMENT: Mutig, aktiv
ANERKANNT: Durch FCI, TKC
FCI-GRUPPE: 6 / Lauf- und
Schweißhunde
Der Hamiltonstövare ist ein freundlicher, anhänglicher Hund, mit ausgeprägter Leidenschaft für die Jagd. Im Haus ist er ein einfacher Hund und angemessen gehorsam. Draußen ist er ein leidenschaftlicher Jäger, der durch seinen athletische KörperBau eine gewaltige Geschwindigkeit erreicht. Der Hund muss mit viel Zeit und Aufmerksamkeit erzogen werden. Sehr wichtig ist es konsequent zu sein, da die Ausbildung schwierig und lang werden kann. Mit Belohnen von gutem Verhalten erreicht man mehr als mit Bestrafen von schlechtem Verhalten. Es ist wichtig, das Mensch und Hund sich vollkommen aneinander gewöhnen und ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden kann. Man sollte auf jeden Fall eine qualifizierte Hundeschule
besuchen.
Der Bewegungsdrang des
Hundes kann nur durch regelmäßige, lange Spaziergänge und später ab dem 1.
Lebensjahr auch mit Radtouren befriedigt werden. Lassen Sie den Hund nicht ohne
Leine im Verkehr. Sollte er eine Spur aufnehmen, vergisst er alles um sich
herum und ignoriert den Verkehr. Bleiben Sie
beim Spazieren gehen -nie stehen, sondern gehen Sie ruhig weiter und
pfeifen Sie ab und zu. Sie werden bemerken, dass der Hund bald wieder bei Ihnen
ist. Haben Sie den Hund verloren, dann gehen Sie zu dem Ort zurück, wo Sie ihn
als letztes gesehen haben und warten Sie ab. Der Hamiltonstövare wird immer
zurück kommen, eventuell zu Ihrem Auto. Wenn er, auch nach Stunden, zurück
kommt, bestrafen Sie Ihn nie. Ein Zurückkommen soll immer belohnt werden.
In den ausgestreckten
Wäldern Skandinavien wird mit einem, höchstens zwei Hamiltons gejagt. Der Hund
versucht ganz selbstständig in immer größer werdenden Kreise auf einem Spur von
Hase oder Fuchs zu kommen. Er arbeitet und verfolgt das Wild und versucht es
zum Jäger zu führen. Je ferner die Spur, desto intensiver wird die Lautstärke
und in dem Moment, wenn das Wild getrieben wird, gibt der Hamiltonstövare
ununterbrochen Laut. An der Lautstärke wird der kann der erfahrene Jäger
erkennen welches Wild getrieben wird.
Man versucht den
Hamiltonstövare in Schweden von
Rehspuren fern zu halten und wenn der Hund dies 5 Jahre lang bewiesen hat,
bekommt er das Prädikat RR (
Reh-Rein) auf seinem Stammbaum.
In den vielen anderen Ländern ist es fast unmöglich, solche verkehrsfreien Wälder zu finden, so ist diese Art von jagen nicht möglich. Man kann aber Schweißfährten legen. Sie können sicher sein, dass die Arbeit mit dem Hund
für beide Parteien eine sehr angenehme Be-schäftigung wird.
Mit einem Hamiltonstövare zusammenzuleben kann zu einer unglaublichen Bereicherung Ihres Lebens beitragen und Ihnen herrliche und unvergessliche Stunden bereiten. Seine Haltung wird aber mit Sicherheit auch grundlegende Veränderungen Ihres persönlichen Lebensrhythmus und lieb gewonnener Gewohnheiten, zur Folge haben.
Auch wenn
Sie noch so sehr von einem Hamiltonstövare an Ihrer Seite träumen, führen Sie
sich bitte immer wieder vor Augen, dass er ein sehr empfindsames lebendes Wesen
ist, welches nach gebührender Beachtung verlangt. Auch legt er eine Menge
arteigener Verhaltensweisen an den Tag, die Sie unbedingt akzeptieren müssen.
Daß solch ein kleiner Vierbeiner darüber hinaus zahlreiche Bedürfnisse hat, zu
deren ständiger Befriedigung Sie sich mit seiner Übernahme verpflichten,
sollte selbstverständlich sein.
Überlegungen vor dem Kauf
Hamiltonstövare sind schnelle, temperamentvolle und intelligente Hunde mit einem enormen Arbeitswillen und großer Ausdauer. Um Negativ-Erlebnissen für Mensch wie Hund vorzubeugen, sollten Sie sich, bevor Sie die Anschaffung eines Hamiltonstövares erwägen und sich intensiver mit seiner Haltung beschäftigen, die nachfolgenden Fragen äußerst gewissenhaft und ehrlich beantworten.
Zudem
sollten Sie sich unbedingt darüber klar werden, welche Erwartungen Sie an
einen Hund haben und ob Sie sich mit den rassespezifischen Verhaltensweisen und
Eigenarten eines Hamiltons anfreunden können. Als idealer Hamiltonstövare-Halter
dürfen Sie eigentlich keine der Fragen mit
„Nein“ beantworten!
Paßt ein
Hamiltonstövare zu uns?
Nicht als Schutzhund geeignet, liebenswerter Familienhund
und als Jagdhund unter schwedischen Bedingungen geeignet
Zeit und »Hundeverständnis« für den
Hamiltonstövare?
Äußerst begeisterungsfähige, bewegungsfreudige und verspielte
Hunde. Müssen bis ins
hohe Alter gefördert und
beschäftigt
werden.
Kontakt zu
anderen Hunden?
Hunde brauchen den regelmäßigen Umgang mit ihresgleichen.
Haben Sie
genügend Platz?
Sehr menschenbezogen, daher für Zwingerhaltung
völlig
ungeeignet.
Hinterläßt aber
Spuren in der Wohnung, z.B. während des
Fellwechsels. Empfehlenswert: ein eingezäunter Garten.
Sind alle
einer Meinung?
Der Hund muß von allen gewollt werden, in Erziehungsfragen soll
Einigkeit herrschen. Rücksichtnahme
und Kompromissbereitschaft
ist von allen gefragt.
Sind die
Kinder reif für
den Hund?
Ein Welpe ist kein Spielzeug! Für Kinder gelten im Umgang mit dem Hund
die gleichen Regeln wie für
Erwachsene. Kleinkinder nie unbeaufsichtigt beim Hund lassen.
Darf der
Hamiltonstövare mit in die Ferien ?
Der Hamilton will immer bei seinem Menschen sein! Reisen,
aber auch Trennung bedeutet Stress. Hitzeempfindlich - kühle Ziele sind empfehlenswerter.
Muß er nicht
lange allein bleiben?
Nicht länger als
drei bis vier Stunden allein lassen. Langsam ans Alleinbleiben gewöhnen.
Versorgung
bis ans Lebensende?
Ab etwa acht Jahre ist der Hamiltonstövare ein Senior: Ernährungs- und Haltungsansprüche ändern sich, er wird krankheitsanfälliger.
Reichen die
Finanzen?
Anschaffungskosten ca. 1000
- 1500,-- Euro,
Jährlicher
Unterhalt ca. 1250,-- Euro,
Weitere nicht vorhersehbare Kosten, z.B. im Krankheitsfall,
Reisekosten nach Schweden oder England
Soweit bekannt gibt es bis
heute keine auffälligen Fehler bei den Hamiltonstövares. Dennoch ist es
schwierig dies letztendlich mit Gewissheit festzustellen, da in Skandinavien
nicht jeder kranke oder auffällig gewordene
Jagdhund eingeschläfert wird.
Hamiltonstövare Club of
Great Britain
Wichtige Anschriften......
Tel.: 04101-404540
www.swedenabroad.com/pages/start____15406.asp